Diese Form der Therapie ist unter anderem bei "therapiemüden" oder in den "klassischen" Therapien schwer motivierbaren Kindern sinnvoll einzusetzen.
Wir bieten hier an:
Meine Studie zu diesem Thema finden Sie hier als pdf!
Positive Einflussbereiche der Therapie mit Pferd:


Sonstiges:
Die Therapie mit den Ponys findet im Freien statt. Es sollte also immer der Witterung entsprechende Kleidung angezogen werden.
Schwere Tierhaarallergien und eventuelle andere Leiden (z.B. nicht einstellbare Krampfleiden, akute entzündliche Erkrankungen usw.) schließen eine Behandlung mit diesem Medium aus.
Die Ponys sind alle für diesen Einsatz speziell von mir ausgebildet worden, werden regelmäßig vom Tierarzt und Hufschmied betreut. Spätestens alle 3 Monate erhalten die Ponys eine Wurmkur, geimpft werden sie in gleichmäßigen Intervallen.
Kosten: 
Die Therapie mit Pferd wird bisher in den meisten Fällen von den Eltern privat gezahlt. Fördermöglichkeiten bestehen teilweise bei privaten Krankenkassen, dem Amt für "ambulante Eingliederungshilfe" oder Jugendämtern oder natürlich freundlichen privaten Spendern.
Einzeltherapie 50,- € p.P./ Stunde
Kleingruppe (2er) 27,- € p.P./ Stunde
Präventionskurs: 68,- € p.P./ Monat
Integratives Voltigieren: 40,- € p.P./ Monat
Was beinhaltet und wie wirkt die Therapie mit Pferd?
Die Reittherapie ist eine ganzheitliche Behandlung, in der im Mittelpunkt die Beziehung zum Pony steht.
Die Therapie ist eingebettet in ein harmonisches Umfeld, in der das Kind aus seinem oft durch seine Probleme/ Defizite belastenden Alltag heraus kommt. Das Kind erhält durch das vorurteilsfreie, unvoreingenommene Pony eine Chance, sein Gleichgewicht (physisch und psychisch!) zu finden.
Durch das zum Pony gefasste Vertrauen ist das Kind motivierter, geht Dinge gelassener und selbstbewusster an. Es kann Dinge selbständig erledigen und stärkt dadurch wiederum das Selbstvertrauen.
Die Ressourcen des Kindes werden mobilisiert.
Im Vordergrund steht deshalb auch nicht das Reiten auf dem Pony, sondern der Umgang und das Miteinander mit dem Tier.
Sämtliche Aktivitäten rund um das Pony in seinem natürlichen Umfeld werden in die Behandlung mit einbezogen.
Je nach Ausgangsposition und Grunderkrankung werden einzelne Aspekte des Umgangs mit dem Pony besonders betont und gezielt in einen therapeutischen Rahmen eingebettet. Das Pony hilft dabei in jeder Situation, den Kontakt mit "der Welt" (wieder) aufzubauen.
Deswegen ist Reittherapie auch nicht mit "Hippotherapie" zu verwechseln. (Hippotherapie hat eine rein medizinisch- therapeutische Zielsetzung, d.h. es hat eine viel kleinere Wirkungsbreite; reine "Krankengymnastik auf dem Pferd".)
Das Lebewesen Pferd, bzw. Tiere im Allgemeinen haben bestimmte Fähigkeiten (Schwingungen, Takt, wortlose Gesten, unvoreingenommenes Gemüt, Verständnis), die man als menschlicher Therapeut einfach nicht aufbieten kann, selbst mit den besten Therapiematerialien und Vorsätzen nicht!
Reittherapie hat eine Vielzahl an Möglichkeiten, um Wahrnehmungsstörungen zu verbessern, körperliche Behinderungen oder Defizite auszugleichen, das Selbstbewusstsein zu heben, Handlungsplanung zu erlernen, die Konzentrationsfähigkeit zu steigern oder Erfahrungen im sozialen Umgang zu sammeln, usw..
... ein paar Umsetzungsbeispiele:

Gleichgewichtssinn (Vestibulum): durch die dreidimensionalen Bewegungen/ Schwingungen bekommt dieser Sinn ständig Informationen.
Das Kind muss permanent seine Körperhaltung kontrollieren und ggf. korrigieren. Das Gleichgewicht auf dem sich bewegenden Pferderücken muss gehalten werden.
Auch Übungen wie das Herumdrehen auf dem Pferd, Reiten im Damen- oder Schneidersitz, freihändiges Reiten usw. trainieren diesen Sinn.
Körperwahrnehmung (Propriozeption): Alle Reize, die Zug und Druck auf die Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder des Kindes ausüben, fördern die Selbstwahrnehmung und -einschätzung.
Beim Reiten selbst werden solche Informationen durch verschiedene Gangarten des Ponys und dem damit verbundenen Mitschwingen des Kindes gegeben.
Auch durch gezielte Übungen auf dem Pferd wie z.B. Training mit Gewichten, Klatschkoordinationsübungen oder "Postsackreiten" wird die Körperwahrnehmung gefördert.
Das Führen und Versorgen eines Pferdes gibt zusätzlich einige propriozeptive Reize:
Das Laufen auf dem Sand oder anderen (unebenen) Böden, das Putzen des Pferdes (verschiedene Bürsten erfordern eine Anpassung der Kraftdosierung, das Kind muss sich strecken und bücken,...) oder auch das Saubermachen der Box oder des Putzplatzes (Fegen, Schubkarre schieben,...) sind nur einige Beispiele.


Sensibilität (Taktilität): Hierzu zählen alle "Fühlreize". D.h. ob etwas warm/ kalt, hart/ weich, rau/ glatt, eckig/ rund, etc. ist, kann besser festgestellt werden.
Der Umgang mit dem Pferd und das Reiten selbst geben viele Anregungen: Wie fühlen sich Mähne und Schweif im Vergleich zum übrigen Fell an?
Staub, Haare, Putzbürsten, Führstricke, Regentropfen, warme oder kalte Witterung, etc. regen Empfindungen an.
Feinmotorik: Diese setzt sich aus allen Reizen zusammen, ist also ein Zusammenspiel feinster Art von Bewegung, Wahrnehmung, Empfindungen.
Durch diverse Übungen, die ich in meiner Weiterbildung zur Feinmotoriktherapeutin kennen gelernt und hier tiergestützt weiterentwickelt habe, wird die Feinmotorik spielerisch trainiert und dadurch auch z.B. die Stifthaltung verbessert.


Speziell für AD(H)S Kinder: Hier steht im Behandlungsmittelpunkt der Aufbau des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins, sowie eine Aktivierung von Kontakt- und Beziehungsfähigkeit. Natürlich werden auch die Handlungsplanung trainiert, Konzentrationsfähigkeit ausgebaut und motorische Defizite aufgegriffen, aber trotzdem wird die Therapie schwerpunktmäßig auf Erfolgserlebnisse für die Kinder ausgelegt.
Eine Erkrankung an AD(H)S wird sich niemals durch die Reittherapie "in Luft auflösen", aber die negativen Begleiterscheinungen wie soziale Isolation und Verhaltensauffälligkeiten als Selbstschutz aufgrund eines mangelnden Selbstbewusstseins können deutlich gemindert werden.


Speziell für kleine und körperbehinderte Kinder: Bei diesen Kindern stehen neben der Gewöhnung an das Pony und dem Beziehungsaufbau natürlich die motorischen Komponenten im Vordergrund. Da bei uns Kinder schon im Alter ab ca. 1-2 Jahren mit der Reittherapie beginnen können (Andeutung eines freien Sitzes und Kopfkontrolle des Kindes ist Voraussetzung), sind oft die Rumpfstabilisation, die Tonusregulation und die Verbesserung des Gleichgewichts die ersten Ziele in der Therapie.
Extra für unsere kleinsten Patienten haben wir auch 4 Shettlandponys: Tom, Jerry, Pepsi und Schneewittchen!


Unterschiede in den Therapiearten:
Reittherapie/ Ergotherapie mit Pferd : (Diese Formen bieten wir hier an!!!)

Heilpädagogisches Reiten/ Voltigieren: (Diese Form bieten wir hier an!)
Behandlungsschwerpunkte : Personen mit Lernbehinderungen, geistiger Behinderung, Verhaltensauffälligkeiten, Störungen in der emotionalen Entwicklung , Sprachbehinderungen, autistischen Verhaltensweisen, psychoorganischen Syndrome, psychische und psychosomatische Störungen/ Erkrankungen
Integratives Voltigieren: (Diese Form bieten wir hier an!)
Hippotherapie: (Diese Form bieten wir hier NICHT an!)

Impressionen:




