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Feinmotorik:

feinmotorik
Verkrampfte Stifthaltung

Immer mehr Kinder fallen in der Schule oder sogar schon im Kingergarten durch Schreib- und Malauffälligkeiten, feinmotorischen Störungen oder einer unklaren Handdominanz auf.
Um die genaue Ursache und individuelle Hilfen/ Trainings herauszufinden, ist eine gezielte Diagnostik und eine darauf abgestimmte Therapie notwendig. Hier erlernen die Kinder eine für sie passende Sitzhaltung beim Schreiben, die notwendigen Muskeln sowie die Koordination zum Schreiben und Malen werden trainiert. Ein geeigneter Stift für das Kind wird erprobt und die Lineaturen überprüft/ angepasst.

Ebenso werden Hilfen und Übungen mit nach Hause gegeben, die dort selbstverständlich weitergeführt werden müssen.

Schicken Sie bitte vor dem ersten Termin eine Schrift- oder Malprobe zu (1 Seite Schreiben, 1 Seite Rechnen oder 2 Bilder), damit die Diagnostik zielgerichtet durchgeführt werden kann. Zur Diagnostik sollten die normalerweise verwendeten Stifte und Hefte mitgebracht werden.

Als Vorabinformation sollten Sie eventuelle Körperschädigungen des Kindes (z.B. Skoliose, ehemaliger Armbruch, Nackenblockaden, usw.) unbedingt mitteilen.

Diagnostik der Feinmotorik:

Diagnostik
Spielerisches Training

Das Aufgabengebiet des Feinmotoriktherapeuten umfasst neben der Therapie und Beratung ein sehr breites Spektrum der immer vorab erfolgenden Bewegungsdiagnostik (in Anlehnung an Stehn bzw. Kisch/ Pauli) für das mal- und schreibauffällige Kind:

  • Motodiagnostik: Grob- und feinmotorische Bewegungsdiagnostik auf neurophysiologischer Basis
  • Stifthaltungsdiagnostik
  • Diagnostik von Sitzhaltung/Heftlage beim Schreiben
  • Grafomotorische Schriftbilddiagnostik
  • Händigkeits-/ Lateralitätsüberprüfung in Bezug auf die Schreibbewegung
  • Visuomotorische Überprüfung auf funktionaloptometristischer Basis
  • Beratung und Empfehlungen von geeigneten Hilfsmitteln (Stifte, Sitzanpassung, Lineaturen, individuelle Heftunterlage usw.)

    Zusammenfassend kann gesagt werden, dass ein Feinmotoriktherapeut mit seiner Arbeit die Gesamtpersönlichkeit des Klienten anspricht und ihn im Rahmen von fein- und feinst- und sensomotorischen Bewegungsangeboten die Möglichkeit eröffnet, eigene feinmotorische Aktivitäten auszuführen auf Bewegungsfeldern, die ihm vorher wegen seiner Beeinträchtigungen nicht oder in nicht ausreichendem Maße zugänglich waren.

    Für Schulkinder bedeutet dies, dass sie problemloser am normalen Schulalltag teilhaben können, im Schreibtempo der Klasse annähernd mithalten können und/oder eine lesbare Schrift entwickeln. Auch werden Ressourcen z.B. für die Beachtung von Rechtschreibregeln frei, die vorher alleine für die anstrengende Feinmotorik aufgewendet werden mussten. 

    Auch der Alltag gestaltet sich für viele Familien jüngerer Kinder leichter: Das Kind kann plötzlich Knöpfe und Reißverschlüsse schließen, sein Brot selbst schmieren, alleine mit Besteck essen, sich eigenständig waschen, etc.

Ursachen und Auffälligkeiten:

Diagnostik und Training
Training der Inhandmanipulation und Feinsteuerung
  • Schreib-/ Malunlust
  • Unleserliche, hakelige Schrift
  • Verlangsamte Schreibgeschwindigkeit
  • Verkrampfte Schreibhand
  • Auffällige Stifthaltung: Der Stift wird im Klammergriff gehalten oder unterliegt einer ständigen Stifthaltungsveränderung (ab ca. 4. Lebensjahr ist eine Dreifingerstifthaltung motorisch möglich und sollte so auch schon im Kindergarten und zuhause eintrainiert werden)
  • Ungeklärte Händigkeit (spätestens ab 4.-5. LJ sollte die Händigkeit klar sein)
  • Falsche Heftlage oder Sitzhaltung
  • Gestörte Augenfunktion (z.B. Fixierung, Auge- Folge- Bewegungen, Sakkaden)
  • Wenig oder nicht automatisierte Bewegungsabläufe der Unterarm- und Fingermotorik
  • Grobmotorische Probleme (Gleichgewicht, Hüpfen, Unrhythmische Bewegungen, „Hakelige“, nicht runde Bewegungen, oft ungeschickt...)
  • „Schlappe“ Körperspannung, Zehenspitzengang, ständige motorische Unruhe gleichzeitig aber in Ruhesituationen schlaff (Muskelhypotonie)
  • Schulverweigerungen, Abfall der schulischen Leistungen
  • Lese-/ Rechtschreibprobleme
  • Verhaltensauffälligkeiten, Stören des Unterrichts, Ablenkung/ Vermeidung im Kindergarten von feinmotorischen Aufgaben
  • "Konzentrationsschwäche"
  • Und vieles mehr

Schwerpunkte:

Stiftauswahl
Wichtig ist die richtige Stiftwahl

In der Ergotherapie -speziell in der Feinmotorik- werden einige Prozesse schwerpunktmäßig therapiert, da diese alle wichtige Funktionen im Schreib(lern)prozess inne haben:

Die Feinmotorik beschreibt die Gesamtheit der Bewegungsabläufe der Hand-Fingerkoordination, aber auch Fuß-, Zehen-, Gesichts-, Augen- und Mundmotorik. Die Entwicklung der Handgeschicklichkeit bzw. der Feinmotorik verläuft parallel zur Gesamtentwicklung des Kindes (also zur Grobmotorik, sozialen und geistigen Entwicklung), wobei die Phasen jedoch individuell abweichen können.

Wir erkennen häufig eine gestörte Feinmotorik an einer Schreib- oder Malauffälligkeit z.B. eine verkrampfte Schreibhand als Folge einer Muskelhypotonie, eine nicht gefestigte Stifthaltung, eine falsche Heftlage oder Sitzhaltung, ein wenig automatisierter Bewegungsablauf beim Schreiben oder eine nicht erkannte Linkshändigkeit .

Im Vorschulbereich fallen die Kinder durch eine „ Malunlust “ oder wenig gute Ergebnisse beim Schneiden auf. Der Stift wird im Klammergriff gehalten oder unterliegt einer ständigen Stifthaltungsveränderung.

Die Voraussetzung um später bei schriftlichen Arbeiten in der Schule bestehen zu können werden im Kindergartenalter geschaffen. Leider werden viele Kinder zu spät als feinmotorisch auffällig erkannt. Eine Stifthaltung kurz vor dem Eintritt in die Schule anzubahnen bzw. zu festigen ist sehr schwierig.

Es gilt frühzeitig feinmotorische Defizite durch eine gezielte Bewegungsdiagnostik zu erkennen und entsprechende Hilfen einzusetzen. Für die Erfassung der Händigkeit stehen weitere Testverfahren zur Verfügung.

Eine verminderte visuelle Wahrnehmung hat zur Folge, das Figuren, Formen usw. nur unzureichend visuell erfasst und entsprechend wenig kognitiv verarbeitet werden können.

Preise:

Die Feinmotorikdiagnostik und Therapie kann entweder über ein Ergotherapierezept ("Sensomotorisch- perzeptive Behandlung") oder privat abgegolten werden.

Privat kostet eine Diagnostik oder Testung (ca. 60 bis 90 Minuten plus Auswertung und Bericht) 154,70 Euro (inkl. 19% = 24,70% USt.).

Eine weiterführende Therapie kostet 50,58 Euro pro Einzel- Einheit (45 Min., inkl. 19% = 8,08% USt.) , Gruppenpreise und -dauer richtet sich nach Anzahl der Kinder. Mit einer Privat- Verordnung des Arztes ("Feinmotoriktherapie" oder "Ergotherapie") fallen die 19% = 8,08% USt. nicht an (dann 130,- Euro bzw. 42,50 Euro).

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