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Zielverfolgung

  • Ressourcenfindung und -aktivierung
  • Stärkung der Eigenwahrnehmung, des Selbstvertrauens, der Handlungsfähigkeit
  • Stabilisierung
  • Interdisziplinäre Vernetzung von ortsansässigen Hilfestrukturen

 

Konzept

Natürlich steht zuerst eine Vertrauensbildung zwischen Therapeut und Klient im Vordergrund. Daran anschließend werden „allgemeine Informationen“ weitergegeben, um über das Thema aufzuklären und ein Eigenverständnis für viele Reaktionen, von denen Betroffene „plötzlich überrollt“ werden, zu schaffen.

Damit einhergehend folgt die Erarbeitung von individuellen und persönlichen Notfallhilfen, Möglichkeiten zur Affektregulation, sowie Methoden zur Ressourcenaktivierung. Auch körperbetontes Arbeiten (wahrnehmen mit allen Sinnen), um die Eigenwahrnehmung und das Vertrauen zu sich selbst zu steigern, ist ein Schwerpunkt des Konzeptes.

Die Einzelsettings werden sehr individuell gestaltet. Dazu ergibt sich neben der Arbeit innerhalb der Praxis- Räume auch die Möglichkeit im Außenteil der Praxis zu arbeiten, Hausbesuche im häuslichen Umfeld der Familie, der Schule/ KiGa etc. zu gestalten oder aber eines der 14 Therapieponys oder unsere ausgebildeten Therapiebegleithunde einzubinden. Gerade mit den Tieren haben wir die Erfahrung gemacht, dass sie oft ein hervorragender „Türöffner“ sind und unvoreingenommen eine gute Bindung zu den Patienten aufbauen können.

Besonderheiten

Durch die enge Zusammenarbeit sind auch sehr gut vertrauens- und beziehungsfördernde Einheiten der Kinder, Geschwister oder Eltern durchführbar. So können Einheiten mit Pferd eingebunden werden, die zeitgleich neben dem Nachnähren der emotionalen und körperlichen Bedürfnisse, die oftmals in der frühen Kindheit zu kurz kamen oder ganz weggefallen sind, auch das Vertrauen und Bindung zueinander hervorbringen können.

Das Getragen und Geschaukelt werden schafft ein Wohlgefühl und Geborgenheit, die vielen dieser Kinder fehlen. Auf dieser Basis können dann viele körperliche Übungen durchgeführt werden, die neben dem positiven motorischen Effekt vor allem eine Verbesserung des Körpergefühls, des Selbstvertrauens und der Eigenwahrnehmung mit sich bringen.

Für Kinder oder Eltern, die dem Pferd nicht offen gegenüberstehen können alternativ die Therapiebegleithunde eingesetzt werden. Diese zeigen uns zum einen oftmals den inneren Zustand unseres Gegenübers verlässlich an, bieten als Türöffner ein unglaubliches Potential des schnelleren vertrauten Zugangs und sind zudem mobil einsetzbar.

Die unvoreingenommene Art der Tiere hilft unseren Patienten, Selbständigkeit, eigene Sicherheit und Frustrationstoleranz aufzubauen, sowie Ängste abzubauen. Verantwortungsbewusstsein, die Körper- und Sinneswahrnehmung sowie Vertrauen in sich und andere Lebewesen können durch den Umgang gesteigert werden. Sowohl die Pferde als auch die Hunde fordern uns zu einer eindeutigen Kommunikation und Klarheit auf, da sie ihre Signale auf nonverbaler Ebene senden.

Ganz ohne Tier geht es natürlich auch: Bestimmte Tätigkeiten (z.B. Erstellen einer individuellen Wutkiste oder Notfallbox, imaginäre Techniken) und Übungen können in unserer Praxis durchgeführt werden. Gerade auch zur Verbesserung der Körpermotorik, der Wahrnehmung, dem Modellieren der Sinnestätigkeiten oder auch zur Verbesserung des Selbstwertgefühls stehen diverse Möglichkeiten zur Verfügung. Auch Handwerkstechniken (z.B. Speckstein, Peddigrohr, Seidenmalen, Holzbearbeitung, etc.) können ausgeführt werden, um z.B. die inneren Gefühle kreativ ausdrücken zu können.

 

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