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Diese Form der Therapie ist unter anderem bei "therapiemüden" oder in den "klassischen" Therapien schwer motivierbaren Kindern sinnvoll einzusetzen.

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Wir bieten hier an:

  • Reittherapie >>
  • Heilpädagogisches Reiten >>
  • Integratives Voltigieren in Kleingruppen >>
  • Ergotherapie mit dem Medium Pferd >> (v.a. private Krankenkassen)

Bitte klicken Sie um meine Studie zu diesem Thema zu finden auf den Link:

KontaktWirksamkeitsstudie Therapie mit Pferd 2010

Positive Einflussbereiche der Therapie mit Pferd:

Kontaktaufnahme Reittherapie
Vertrauen und Beziehung sind wichtig!
  • Der Spannungszustand (Tonus) reguliert sich 
     
  • Die Muskulatur wird vermehrt durchblutet und gestärkt 
     
  • Das Kind richtet seinen Körper auf (Rumpfstabilisation). Schultergürtel und Rückenmuskulatur lockern sich (Mobilisation) 
     
  • Positive Beeinflussung der Koordination, Gleichgewicht, Wahrnehmung, Atmung und Sprache (durch Stimulation des Gleichgewichtsorganes)
     
  • Verbesserung des Körpergefühls und der Kraftdosierung 
     
  • Förderung von Sicherheit und Selbständigkeit bei Bewegungen 
     
  • Bessere Konzentrationsleistung möglich 
     
  • Vertrauen, Selbstwertgefühl, richtige Selbsteinschätzung, Frustrationstoleranz werden aufgebaut- Ängste werden abgebaut 
     
  • Förderung, bzw. Steigerung von sozialen Kompetenzen: sich in eine Gruppe integrieren und einordnen können oder seine eigene Meinung äußern oder sich Respekt verschaffen können, Kontaktfähigkeit verbessern, etc. 
     
  • Große Motivation durch das Pony 
     
  • Ein Pony geht unvoreingenommen auf den Mensch ein

Sonstiges

Die Therapie mit den Ponys findet im Freien statt. Es sollte also immer der Witterung entsprechende Kleidung angezogen werden, allerdings immer geschlossene Schuhe oder Stiefel.

Schwere Tierhaarallergien, eine nicht durchgeführte Impfung gegen Tetanus und eventuelle andere Leiden (z.B. nicht einstellbare Krampfleiden, akute entzündliche Erkrankungen usw.) schließen eine Behandlung mit diesem Medium aus.

Die Ponys sind alle für diesen Einsatz speziell von mir ausgebildet worden, werden regelmäßig vom Tierarzt, Zahnarzt und Hufschmied betreut. Spätestens alle 3 Monate bzw. nach positivem Kotbefund erhalten die Ponys eine Wurmkur, geimpft werden sie in gleichmäßigen Intervallen. Bei Bedarf ziehen wir einen Chiropraktiker hinzu.

Was beinhaltet und wie wirkt die Therapie mit Pferd?

Kontaktaufnahme
Kontaktaufnahme

Die Therapie mit Pferd ist eine ganzheitliche Behandlung, in der im Mittelpunkt die Beziehung zum Pony steht.

Die Therapie ist eingebettet in ein harmonisches Umfeld, in der das Kind aus seinem oft durch seine Probleme/ Defizite belastenden Alltag heraus kommt. Das Kind erhält durch das vorurteilsfreie, unvoreingenommene Pony eine Chance, sein Gleichgewicht (physisch und psychisch!) zu finden.

Durch das zum Pony gefasste Vertrauen ist das Kind motivierter, geht Dinge gelassener und selbstbewusster an. Es kann Dinge selbständig erledigen und stärkt dadurch wiederum das Selbstvertrauen.

Die Ressourcen des Kindes werden mobilisiert.

Im Vordergrund steht deshalb auch nicht das Reiten auf dem Pony, sondern der Umgang und das Miteinander mit dem Tier.

Sämtliche Aktivitäten rund um das Pony in seinem natürlichen Umfeld werden in die Behandlung mit einbezogen.

 

Je nach Ausgangsposition und Grunderkrankung werden einzelne Aspekte des Umgangs mit dem Pony besonders betont und gezielt in einen therapeutischen Rahmen eingebettet. Das Pony hilft dabei in jeder Situation, den Kontakt mit "der Welt" (wieder) aufzubauen.

Deswegen ist Reittherapie auch nicht mit "Hippotherapie" zu verwechseln. (Hippotherapie hat eine rein medizinisch- therapeutische Zielsetzung, d.h. es hat eine viel kleinere Wirkungsbreite; reine "Krankengymnastik auf dem Pferd".)

Kosten:

Die Therapie mit Pferd wird bisher in den meisten Fällen von den Eltern privat gezahlt. Fördermöglichkeiten bestehen teilweise bei privaten Krankenkassen, dem Amt für "ambulante Eingliederungshilfe" oder Jugendämtern oder natürlich freundlichen privaten Spendern.

Andere Möglichkeiten können individuell geklärt werden.

Einzeltherapie: 83,30 € p.P./ Stunde inkl. USt. (ohne USt. 70,-)
Gruppe - Integratives Voltigieren: 50,- € p.P./ Monat inkl. USt.
Gruppe - Soziales Kompetenztraining mit Pferd: 80,- Euro p.P./ Monat inkl USt.

Warum Pferd?

Spass und Entspannung
Entspannung und Spaß!

Das Lebewesen Pferd, bzw. Tiere im Allgemeinen haben bestimmte Fähigkeiten (Schwingungen, Takt, wortlose Gesten, unvoreingenommenes Gemüt, Verständnis), die man als menschlicher Therapeut einfach nicht aufbieten kann, selbst mit den besten Therapiematerialien und Vorsätzen nicht!

Therapie mit Pferd hat eine Vielzahl an Möglichkeiten, um Wahrnehmungsstörungen zu verbessern, körperliche Behinderungen oder Defizite auszugleichen, das Selbstbewusstsein zu heben, Handlungsplanung zu erlernen, die Konzentrationsfähigkeit zu steigern oder Erfahrungen im sozialen Umgang zu sammeln, neuen Antrieb zu finden, die Stimmung zu verbessern, usw..

... ein paar Umsetzungsbeispiele:

balance
Balance gefragt!

Gleichgewichtssinn (Vestibulum): durch die dreidimensionalen Bewegungen/ Schwingungen bekommt dieser Sinn ständig Informationen.

Das Kind muss permanent seine Körperhaltung kontrollieren und ggf. korrigieren. Das Gleichgewicht auf dem sich bewegenden Pferderücken muss gehalten werden.

Auch Übungen wie das Herumdrehen auf dem Pferd, Reiten im Damen- oder Schneidersitz, freihändiges Reiten usw. trainieren diesen Sinn.

Körperwahrnehmung
Körperwahrnehmung pur!

Körperwahrnehmung (Propriozeption): Alle Reize, die Zug und Druck auf die Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder des Kindes ausüben, fördern die Selbstwahrnehmung und -einschätzung.

Beim Reiten selbst werden solche Informationen durch verschiedene Gangarten des Ponys und dem damit verbundenen Mitschwingen des Kindes gegeben.

Auch durch gezielte Übungen auf dem Pferd wie z.B. Training mit Gewichten, Klatschkoordinationsübungen oder "Postsackreiten" wird die Körperwahrnehmung gefördert.

Das Führen und Versorgen eines Pferdes gibt zusätzlich einige propriozeptive Reize:
Das Laufen auf dem Sand oder anderen (unebenen) Böden, das Putzen des Pferdes (verschiedene Bürsten erfordern eine Anpassung der Kraftdosierung, das Kind muss sich strecken und bücken,...) oder auch das Saubermachen der Box oder des Putzplatzes (Fegen, Schubkarre schieben,...) sind nur einige Beispiele.

Fühlreize
Fühlreize

Sensibilität (Taktilität): Hierzu zählen alle "Fühlreize". D.h. ob etwas warm/ kalt, hart/ weich, rau/ glatt, eckig/ rund, etc. ist, kann mithilfe dieses Sinnessystems festgestellt werden.

Der Umgang mit dem Pferd und das Reiten selbst geben viele Anregungen: Wie fühlen sich Mähne und Schweif im Vergleich zum übrigen Fell an?

Staub, Haare, Putzbürsten, Führstricke, Regentropfen, warme oder kalte Witterung, etc. regen Empfindungen an.   

Kombiniert mit propriozeptiven Reizen (z.B. Traben, sich quer über das Pferd hängen, mit Gewichten reiten etc.) können taktile Überempfindlichkeiten abgebaut werden.

FM Training 2
Feinmotorisches Krafttraining am Pferd

Feinmotorik: Diese setzt sich aus allen Reizen zusammen, ist also ein Zusammenspiel feinster Art von Bewegung, Wahrnehmung, Empfindungen.

Durch diverse Übungen, die ich in meiner Weiterbildung zur Feinmotoriktherapeutin kennen gelernt und hier tiergestützt weiterentwickelt habe, wird die Feinmotorik spielerisch trainiert und dadurch auch z.B. die Stifthaltung verbessert.

Nähe
Nähe und Geborgenheit

Für traumatisierte Kinder bietet die Therapie mit Pferd neben der motorischen Förderung und der Steigerung des Körpergefühls vor allem emotionale "Nachnährung".

Das Getragen- und Geschaukelt werden genießen diese Kinder in der Regel sehr und können dadurch emotionale Lücken der frühesten Kindheit nachholen. Sie erleben den Partner "Pony", sowie das strukturierte Umfeld als beständig und verlässlich, das Gefühl der Hilflosigkeit oder des Kontrollverlustes wird durch ankündigendes therapeutisches Vorgehen vermieden.

Außerdem bietet das weiche Fell, der warme Atem und die ruhigen Augen des Ponys Nähe, Zutrauen und Geborgenheit.

Zusammen mit dem Partner Pferd können so Ängste abgebaut und neue Schritte erlernt werden.

Speziell für AD(H)S Kinder: Hier steht im Behandlungsmittelpunkt der Aufbau des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins, sowie eine Aktivierung von Kontakt- und Beziehungsfähigkeit. Natürlich werden auch die Handlungsplanung trainiert, Konzentrationsfähigkeit ausgebaut und motorische Defizite aufgegriffen, aber trotzdem wird die Therapie schwerpunktmäßig auf Erfolgserlebnisse für die Kinder ausgelegt.

Eine Erkrankung an AD(H)S wird sich niemals durch die Therapie mit Pferd "in Luft auflösen", aber die negativen Begleiterscheinungen wie soziale Isolation und Verhaltensauffälligkeiten als Selbstschutz aufgrund eines mangelnden Selbstbewusstseins können deutlich gemindert werden.

Kleinkindbehandlung
Training: Aufrichtung, Kopfeinstellung, Hüftspreizung

Speziell für kleine und körperbehinderte Kinder: Bei diesen Kindern stehen neben der Gewöhnung an das Pony und dem Beziehungsaufbau natürlich die motorischen Komponenten im Vordergrund. Da bei uns Kinder schon im Alter ab ca. 1-2 Jahren mit der Therapie beginnen können (Andeutung eines freien Sitzes und Kopfkontrolle des Kindes ist Voraussetzung), sind oft die Rumpfstabilisation, die Tonusregulation und die Verbesserung des Gleichgewichts die ersten Ziele in der Therapie.

Extra für unsere kleinsten Patienten haben wir auch 4 Shettlandponys: Tom, Jerry, Pepsi und Schneewittchen!

Unterschiede in den Therapiearten
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